News
"Seit wann wollen Rockmusiker Geschäftsleute sein?"
In seiner aktuellen Ausgabe hat der Musikexpress einige interessante Auskünfte und Ansichten von Gerard Way über dessen neues Leben in Kalifornien erhalten. Auf die Frage, warum Way nach Los Angeles gezogen sei, dem "Epizentrum der US-Unterhaltungsindustrie", gibt der Sänger eine klare Antwort: “Weil dort in Sachen Kunst am meisten passiert. Und das größtenteils im Untergrund, von sehr jungen Leuten, die gerade mal 20, 30 sind. In New York ist die Szene wesentlich älter."
Mit dem Glitzer der Partys und roten Teppiche will der Chemical Romance-Frontmann dagegen nichts zu tun haben – und versteht auch nicht, wieso so viele seiner Kollegen sich dort herumtreiben: "Ich sehe das eher problematisch, dass man momentan so viele Rockmusiker bei solchen Anlässen sieht. Die gehören da nicht hin." Wenn Popstars ihr eigenes Parfum vermarkten wollen, sei das eine Sache, findet Way. Rockstars allerdings sollten ihre Finger davon lassen: "Ich kapiere nicht, seit wann Rockmusiker Geschäftsleute sein wollen, was soll das? Ist es das Geld? Das Ego? Traditionell sollten wir Musiker doch eher schlecht in geschäftlichen Dingen sein – und in zehn Jahre pleite", verkündet Way lachend, und fügt an: "Wir sollten gute Musik machen und schlechte Geschäftsentscheidungen treffen. "
Die absolut richtige Entscheidung hat Gerard Way seinen eigenen Angaben zufolge übrigens mit dem Vaterdasein getroffen – mit interessanten Auswirkungen auf die Musik von My Chemical Romance: "Ich habe festgestellt: Je glücklicher ich im Leben bin, desto aggressiver wird meine Musik. Keine Ahnung, warum das so ist – aber es ist definitiv der Fall. Unsere neuen Sachen sind die wütendsten, die wir je gemacht haben. "
Das neue, vierte Album von My Chemical Romance wird im April erscheinen.

